Ganzheitliche Betreuung

„Ganzheitlich“ steht heute auf Praxisseiten, Verpackungen und Instagram-Profilen. Aber was steckt dahinter? Ich erkläre dir, was ganzheitliche Betreuung für mich bedeutet und wie ich in meiner Praxis bei Frankfurt arbeite.

Für mich heißt es: Ich schaue nicht nur auf das eine Symptom, wegen dem du kommst, sondern auf alle Lebensbereiche, die für deine ganzheitliche Gesundheit eine Rolle spielen können. Bevor ich Heilpraktikerin wurde, war ich rund 15 Jahre als Fachkrankenschwester für Intensivmedizin und Anästhesie auf verschiedenen Intensivstationen tätig. Dort habe ich gelernt, wie wichtig saubere Diagnostik ist und wie viel Zusammenhänge zählen. Diese Genauigkeit bringe ich heute in die Prävention und Begleitung ein.

Ich erlebe oft, dass Menschen mit einer einzelnen Beschwerde kommen, etwa Erschöpfung, schlechtem Schlaf oder Verdauungsproblemen. Im Gespräch zeigt sich dann, dass mehrere Dinge ineinandergreifen. Genau das lässt sich nur sehen, wenn man das ganze Bild betrachtet.

Diese 7 Lebensbereiche schaue ich mir bei dir an

1. Deine Beschwerden und deine Vorgeschichte

Alles beginnt mit dem Grund, warum du dir einen Termin bei mir buchst. Wir sprechen über deine aktuellen Beschwerden, über Vorerkrankungen, Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, falls du schon etwas einnimmst. Das ist der Rahmen, in dem alles andere Sinn ergibt.

2. Ernährung

Ernährung ist ein riesiges Feld. Ich erlebe oft, dass Menschen sich ihrer eigenen Ernährung gar nicht richtig bewusst sind. Je nachdem, wo du stehst, bekommst du schon im ersten Termin ein paar Aufgaben mit. Das kann ein Ernährungstagebuch für einige Tage sein, damit du einen Überblick bekommst, was du an einem ganz normalen Tag wirklich isst. Es kann auch heißen: mehr Gemüse integrieren oder feste Mahlzeiten einhalten.

3. Verdauung

Reizdarm und Co. begegnen mir in der Praxis immer wieder. Es ist ein Thema, über das nicht jeder gern spricht. Trotzdem ist die Verdauung für mich ein wichtiger Gradmesser für deine Gesundheit. Beschwerden wie Allergien, Stimmungstiefs oder Hautunreinheiten können mit dem Darm zusammenhängen, auch wenn sich der Darm selbst gar nicht zuerst meldet.

  • Wie oft hast du Stuhlgang, und wie ist die Konsistenz?
  • Wie viel Toilettenpapier brauchst du? Kommt die Klobürste regelmäßig zum Einsatz oder ist sie im Alltag überflüssig?
  • Wie geht es dir nach einer eiweißreichen Mahlzeit? Liegt sie dir schwer im Magen, bekommst du schnell Blähungen?

4. Schlaf und Stress

Schlaf ist wohl das günstigste Supplement, und trotzdem priorisieren viele ihn zu wenig.

  • Wann gehst du üblicherweise ins Bett, und wann klingelt der Wecker?
  • Wachst du manchmal vor dem Wecker auf? Das kann ein Hinweis darauf sein, dass sich dein Biorhythmus gut eingestellt hat.
  • Fühlst du dich beim Aufwachen erholt, oder könntest du einfach weiterschlafen? Welche Note würdest du deinem Schlaf geben?
  • Was machst du, bevor du ins Bett gehst?
  • Wie viel Stress hast du, und wie gehst du damit um?

5. Bewegung

Auch Bewegung ist sehr individuell. Nicht selten erlebe ich hier die beiden Extreme.

  • Passt deine Bewegung zu deiner Ernährung?
  • Bewegst du dich jeden Tag und achtest du auf Pausen? Welche Rolle spielt Kraftsport für dich?
  • Bist du jemand, der gebremst werden muss, weil er seinen Körper mit fünf HIIT-Einheiten pro Woche fordert? Oder brauchst du jemanden, der dich von der Couch holt?

6. Zyklus und Hormone (bei Frauen zusätzlich)

Bei Frauen schaue ich zusätzlich auf den Zyklus: hormonelle Verhütung, Perimenopause, Regelmäßigkeit, PMS und die Beschaffenheit der Blutung. Diese Details liefern mir wichtige Informationen für das Gesamtbild.

Wie sich die Hormone in den Wechseljahren verändern, erkläre ich dir im Beitrag Wechseljahre verstehen – Was passiert hormonell im Körper?.

7. Deine Ziele und dein Mindset

Und natürlich zählen deine ganz persönlichen Ziele. Je nachdem, was du erreichen möchtest, stimmen wir die weitere Diagnostik ab. Sie kann Blutwerte, Stuhldiagnostik und weitere Maßnahmen umfassen.

Dazu gehört auch deine Haltung. Ich meine damit: Verantwortung für dein Handeln zu übernehmen, aus der Opferrolle herauszukommen und daran zu glauben, dass du etwas verändern kannst. Das heißt nicht, dass du an allem schuld bist. Es heißt, dass du an deinem Teil arbeiten kannst.

  • Was hat dich bisher davon abgehalten, umzusetzen, was du eigentlich schon weißt?
  • Glaubst du, dass du etwas verändern kannst, oder wartest du darauf, dass sich die Umstände ändern?
  • Wie sprichst du mit dir, wenn ein Plan einmal nicht klappt?
  • Denkst du in Alles oder nichts, oder reicht dir auch ein „gut genug“?
  • Wie viel Veränderung traust du dir in den nächsten vier Wochen realistisch zu?

So läuft der Einstieg bei mir ab

Das Erstgespräch (die Erstanamnese) dauert 60 Minuten. Es dient vor allem dazu, Informationen zu sammeln und die nächsten Schritte zu planen. Wir sprechen im Detail über deine Beschwerden und Ziele, über Vorerkrankungen und Medikamente und über alles, was deinen Alltag betrifft: Ernährung, Lifestyle, Schlaf, Sport und Bewegung.

Der Termin kann online oder in der Praxis stattfinden. Ideal ist die Praxis, wenn der Termin vor 10 Uhr liegt und du nüchtern kommst. Dann kann auf Wunsch gleich Blut abgenommen werden. Danach planen wir gemeinsam die weiteren Schritte: Diagnostik und Anpassungen im Lebensstil, die für dich machbar sind.

Mehr dazu findest du im Beitrag Dein Erstgespräch bei der Heilpraktikerin: Ablauf, Dauer und Kosten (Link folgt, sobald der Beitrag online ist).

Mindset und Eigenverantwortung: Du bist der wichtigste Teil deiner Behandlung

Empfohlene Maßnahmen sind nur so gut, wie sie umgesetzt werden. Der Gipfel des Wahnsinns ist es, auf Veränderung zu hoffen, ohne etwas zu verändern.

Ich weiß, dass kaum etwas schwieriger ist, als Gewohnheiten zu ändern, die unseren Lebensstil betreffen. Deshalb ist mir die Machbarkeit so wichtig. Jede Maßnahme stimmen wir gemeinsam ab, ob es darum geht, früher ins Bett zu gehen oder etwas in der Ernährung anzupassen. Die Umsetzung liegt aber bei dir, und der Erfolg der Behandlung hängt maßgeblich davon ab.

Dazu gehört Disziplin, aber keine Härte gegen dich selbst. Wenn dir etwas einmal nicht gelingt, ist das kein Beweis, dass es nicht klappt, sondern Teil des Weges. Bestrafe dich nicht dafür, sondern mach am nächsten Tag einfach weiter.

Mein Motto: Better done than perfect. Lieber 80 Prozent konsequent als 100 Prozent für drei Tage. Der erste Schritt ist die Entscheidung, dass du selbst etwas verändern kannst und willst. Alles Weitere planen wir gemeinsam.

Häufige Fragen zur ganzheitlichen Betreuung

Was bedeutet ganzheitliche Betreuung bei einer Heilpraktikerin?

Ich betrachte nicht nur eine einzelne Beschwerde, sondern alle Lebensbereiche, die deine Gesundheit beeinflussen können: Vorgeschichte, Ernährung, Verdauung, Schlaf, Stress, Bewegung, bei Frauen der Zyklus und deine persönlichen Ziele. Es geht um ganzheitliche Gesundheit, nicht nur darum, ein einzelnes Symptom in den Griff zu bekommen.

Wie lange dauert das Erstgespräch und wo findet es statt?

Das Erstgespräch dauert 60 Minuten. Es findet online oder in meiner Praxis in Bad Vilbel statt.

Muss ich zum Erstgespräch nüchtern kommen?

Nicht grundsätzlich. Nur wenn du dir gleich Blut abnehmen lassen möchtest, solltest du nüchtern in die Praxis kommen. Dafür muss der Termin vor 10 Uhr liegen.

Ersetzt ganzheitliche Betreuung den Arztbesuch?

Nein. Sie ergänzt die ärztliche Versorgung. Bei akuten oder schweren Beschwerden gehört die Abklärung zuerst in ärztliche Hände.

Erstgespräch buchen

Wenn du wissen möchtest, wie dein Gesamtbild aussieht, lass uns gemeinsam hinschauen. Hier kannst du dein Erstgespräch buchen: online oder in meiner Praxis in Bad Vilbel, 60 Minuten.